Archiv der Kategorie: Social Software

Netzwerke und ihre Effekte…

Robert Basic hat darauf hingewiesen: Andreas Göldi hat sich in einem längeren Beitrag auf medienkonvergenz.com mit den vor allem im Umkreis der Web 2.0 Startups immer wieder beschworenen Netzwerkeffekten auseinandergesetzt. Ich bin auf Roberts Einwände gespannt, für mich als relativer Neuling in der theoretischen Auseinandersetzung mit social networks/social software war Andreas‘ Beitrag mehr als interessant. Ich empfehle jedem die Lektüre und ziehe für meinen Teil u. a. folgenden Schluss aus seinem Beitrag:

Andreas hat sich in seinem Beitrag insbesondere mit dem realen, ökonomischen Wert beschäftigt, welcher sich aus den Netzwerkeffekten (angeblich) ziehen lässt. Zwischen den Zeilen klingt es aber an: Der reale soziale Wert steigt insbesondere bei den sozialen Netzwerken des Web 2.0 für jeden Einzelnen, auch bei starkem Wachstum des Netzwerkes insgesamt, ebenso nicht exponentiell an. Ich möchte behaupten: MySpace, Facebook und Co. erleichtern dem Durchschnittsnutzer im Regelfall die Pflege real bereits bestehender Beziehungen – um jedoch die Freunde der Freunde kennenzulernen (womit ja u. a. die Lokalisten so gerne werben) erfordert es nicht weniger soziale Arbeit als im realen Leben.

Da dieses jetzt meine Aufmerksamkeit erfordert, später mehr. Kommentare erwünscht!

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Weblin – Märkte sind Gespräche…

Wer glaubt, dass er Gespräche und (un-)liebsame Kommentare über sein Produkt auf seiner Website schlicht und einfach dadurch verhindern kann, dass er kein Forum, keinen Chatraum, kein Blog mit Kommentarfunktion anbietet – der ist ab jetzt mit Sicherheit schief gewickelt. Weblin, ein neues Angebot auf dem mittlerweile breiten Markt der Social Software, sorgt dafür das jede Website, also JEDE Website, für ihre Nutzer auch zum Chatraum wird. Und wie funktionierts? Software auf den Rechner laden, registrieren, einloggen und loslegen. Und was passiert? Der persönliche Weblin, ein aus einer relativ breiten Palette wählbarer Avatar, steht von jetzt an während des Surfens im Netz am unteren Bildschirmende rum und wartet auf Gesprächspartner. Sobald ein anderer Nutzer der Software die gleiche Homepage besucht, auf der man sich auch befindet, taucht sein Avatar ebenfalls auf und der Austausch über den Inhalt der Website kann losgehen. So theoretisch, so gut. Praktisch stellen sich für mich jedoch einige Fragen bzw. Probleme:

  • Noch sind die meisten Websites rel. unbesucht. Was passiert jedoch wenn sich die Software rasant ausbreitet – kann ich den Avatar dann auch ausblenden und nur die Funktion des Chatraums nutzen?
  • Werden die User die Software dauerhaft nutzen? Auch wenn Weblin durchaus seine Vorteile hat, die Männekes am Bildschirmrand fangen rel. schnell an zu nerven – und ich persönlich tendiere dazu, den Service schnell wieder zu deaktivieren. Würde ich ihn punktuell aktivieren um mich über ein Websiteangebot auszutauschen?
  • Jedesmal wenn ich eine Website verlasse, verliere ich meine aktuellen Gesprächspartner. Kann ich eigentlich schon Freunde dauerhaft hinzufügen?

Die PR-Relevanz des Angebotes sollte auf jeden Fall jetzt schon deutlich sein: Märkte sind Gespräche (siehe Cluetrain Manifest) und Weblin fördert Gespräche über ein bestimmtes Thema – nämlich die Website auf der sich alle Nutzer des Service zur gleichen Zeit befinden. Man sollte Weblin im Auge behalten.

Weitere Infos bei Wikipedia.

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