Archiv der Kategorie: Online-PR

AK Blogger Relations

In den letzten Tagen und Wochen ist die Diskussion wieder entflammt: Wie gehen die PR mit Bloggern um? Wie sollten die PR mit den Bloggern umgehen? Das dieses Thema momentan heiß diskutiert wird, muss nicht verwundern: Standards im Umgang der PR mit Bloggern gibt es nicht (Kann es nicht geben?). Klar ist nur: Herkömmliche PR-Konzepte versagen.

Was also ist zu tun?

Zum Einen gilt es „den“ Bloggern zuzuhören, zum Anderen sollten sich auch die PR aktiv mit den Grundlagen der „Blogger Relations“ auseinandersetzen, bzw. diese ergründen. Möglich ist dies jetzt u. a. im zunächst einmal virtuellen AK Blogger Relations – gegründet von Flo und zu finden bei Facebook. Mitmachen kann jeder, der ein ernsthaftes Interesse daran hat, sich mit der Thematik intensiver auseinanderzusetzen. Notwendig ist allein ein kostenloser Facebook-Account.

Wer sich vorher ein wenig einlesen mag, findet (in willkürlicher Reihenfolge) Kommentare und Meinungen verschiedenster Qualität zu diesem Thema (sowie weiterführende links) u. a. hier:

Anmerkungen, Kommentare, Fragen etc. gerne hier und/oder beim AK Blogger Relations.

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Blogroll – Rein und Raus

Ich pflege meine Blogroll. Da ich dort nur das aufnehme, was ich regelmäßig lese, fällt mir auch schnell auf, wenn auf dem ein oder anderen Blog mal nichts passiert. Bis zu einem gewissen Grad ist das normal – und in der Freizeit geführte Blogs unterliegen meiner Erfahrung nach eh gewissen Schwankungen. Man hat ja (hoffentlich) auch noch andere Hobbies. Wenn aber auf dem professionell angedachten Blog der ein oder anderen Agentur mittlerweile seit Wochen „tote Hose“ ist, dann finde ich das unprofessionell und ärgerlich. Man ist dabei das Blog umzustrukturieren? Schön: Dann kommuniziert das doch einfach. Man hat keine Zeit mehr für das Blog? Keine Lust mehr? Keine Themen?

Das ist dann ungefähr so eindrucksvoll wie eine virtuelle Präsenz auf Second Life, in der schon seit Wochen kein Ansprechspartner mehr zu finden ist. In dem Fall gibt es nur 2 Möglichkeiten:

1) Schließen.

2) Sich wieder drum kümmern.

Ich bin selbst niemand (bisher) der täglich schreibt. Ich schreibe hier allerdings auch alleine und in meiner Freizeit. Die Agentur die offiziell bloggt und das Blog dann verwaisen lässt, sollte sich vielleicht noch mal überlegen, ob für sie das Bloggen wirklich das Richtige ist. 1 x pro Monat reicht eben nicht aus.

Konsequenz: Am Wochenende werde ich meine Blogroll aufräumen. Und jetzt bin ich erstmal weg. Ü-Tag: Neudeutsch für Betriebsausflug.

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The Global Blogosphere revisited

Yesterday I stumbled across Edelmans‘ January 2007 „Corporate Guide to the Global Blogosphere„. Now I don’t know how many of you out there already know this report – but for me the stated facts were more than just interesting, sometimes even stunning.  Edelman partners with technorati and presents on 36 pages a short overview about the current status of the global blogosphere. The report provides the reader with some interesting insight into dates and facts about blogs in Asia, Europe and the United States, answering (amongst others) the following questions:

  • How often do people read blogs?
  • Are blog readers „influencers“?
  • Who are the most influential bloggers?
  • To which extent are blogs mentioned in articles by top-tier mainstream media?

First of all, there are some congruent facts. In all markets worldwide

  •  blog readers tend to be younger, male, action oriented and willing to spread the word, good and bad
  • readership is significantly higher among so called „influencers“; in Germany 15% of all people read blogs, while 27% of the german influencers read blogs
  • on average, two in ten blog readers have taken some sort of action, as a result of reading a blog (for example calling a politician, attending a meeting on a local issue). This is especially true for Germany (???) and Italy – in Germany 78% of the people who read blogs have attended a public meeting about a local issue (just 16% of the people who do not read blogs have done the same) *
  • Technology blogs are often the largest or second largest niche among those blogs with the most trafficked blogs – followed in Germany by politics or personal journals

39% of the blogosphere are English-speaking, 33% are Japanese-speaking – just 1% of total posts are written in German. Since blog readership is the highest in Japan and South-Korea – which are also the countries with the highest broadband penetration worldwide – Edelman follows that

„the blogosphere readership and influence will continue to expand as broadband becomes more ubiquitous“

I am not too sure about that. Although I do not have any statistics, my feelings are that most of the german blogs do not require a broadband internet connection. Usually a blog in germany still consists of mostly written text. Even though it might enhance the attractiveness of a blog to present multimedia content – my believe is that the usage or non-usage of blogs is also based upon cultural differences. Just a higher broadband penetration would therefore not guarantee a higher blog readership and influence.

Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, the Director of Online Conversations in Edelman’s Hamburg Office, draws the following conclusions for the current status of the blogosphere in Germany:

  •  Compared to several of its counterparts, the german blogosphere is still in its infancy (85% of the Germans never read blogs)
  • Unlike France and the United States, few of the blog conversations that originate in the german blogosphere seem to find their way into offline conversations or mainstream media coverage
  • Most of the german bloggers do not seem to pay much attention to companies
  • The A-list blogs in Germany focus on technology, personal diaries, media, popular culture or  politics
  • In Germany it is bloggers who comment on blogs

And finally, according to Edelman (partnering with technorati), the most influential german blogs are:

BILDblog, Spreeblick, Basic Thinking Blog, Ehrensenf Internet TV, Lawblog, shopblogger, Dr. Web Magazin, wirres.net, netzpolitik.org und das Werbeblogger Weblog.

Conclusion: A report, everyone who is interested in the blogosphere, should definitely read.  

* Unfortunately the report contradicts itself in this important fact: While on page 6 the above mentioned percentage (78%) is stated, on page 22 Lünenbürger-Reidenbach states the opposite: „Just 15% of German blog readers claim to have been spurred to action by a blog.“ – Do I understand something wrong here or did they mix the figures up?

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Blogger und die PR

Nicht das ich es jetzt zur Gewohnheit machen will. Aber da Robert in seinen Rules of Contact u. a. direkt die PR’ler anspricht und ich außerdem ein Fan von konkreten Ansagen bin – bleibt mir praktisch gar nichts anderes übrig als mal kurz meinen Senf zu seinen Regeln abzugeben. Vorab: Dankeschön. Als Anfänger im Bloggen kann ich seine Meinung vollkommen nachvollziehen. Die Betrachtung von Seiten der PR fällt auch nicht negativ, aber ein bisschen differenzierter aus.

Auf Seiten der PR blieben und bleiben meiner kurzen Erfahrung nach viele Fragen im Umgang mit Bloggern offen. Wie nehme ich Kontakt auf? Was machen die da überhaupt? Was interessiert die? Schicke ich denen meine Pressemitteilung nun zu oder nicht? Robert hat in seinem manchmal harsch formulierten Text die Karten offen gelegt womit nun klar ist, was geht und was nicht. Zumindest bei ihm. Denn: Auch die Blogger sind bei weitem keine homogene Masse. Noch nicht mal die A-Blogger. Was bleibt? Mit klarem Menschenverstand Kontakt miteinander aufnehmen. Robert redet mich bei unserem ersten Telefonat mit „Du“ an? Angenehm – die Fronten sind „geklärt“. Wie es beim nächsten Kontakt mit einem anderen Blogger ist, wird sich dann zu gegebenem Zeitpunkt entscheiden.

Zur Verdeutlichung sei noch gesagt, dass ich nicht den Eindruck hatte, dass Robert hier generelle Regeln zum Umgang mit Bloggern aufstellen wollte. Die gibt es nicht. Gottseidank. Dann wäre die ganze Bloggerei und die „Arbeit“ mit den Bloggern nämlich schnell zur Langeweile verurteilt. Und wer will sich schon langweilen?

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Frisch gelesen: Werner Bogula – Leitfaden Online-PR

Werner Bogula – freier Consultant für Online-PR und Online Marketing sowie Dozent am Internationalen Institut für Journalismus in Berlin – hat in der Reihe PR Praxis im Mai dieses Jahres einen Leitfaden Online-PR veröffentlicht. Da die Hamburger Bücherhallen den Band besitzen, war ich so frei mir diesen auszuleihen und ihn mir mehrheitlich am letzten Sonntag zu Gemüte zu führen.

Bogulas Publikation liefert auf knapp 200 Seiten einen Überblick über die verschiedensten Instrumente der Online-PR. Das der Autor dabei in den meisten Fällen nicht in die Tiefe gehen kann, ist der Publikationsform geschuldet, wird dem Zweck des Buches einen ersten Einblick in die aktuellen Entwicklungen der Online-PR zu geben jedoch gerecht. Aufbauend auf einem mehrheitlich theoretischen Teil, in welchem sich der Autor mit den Grundlagen der Kommunikation im Internet auseinandersetzt, finden sich u. a. Abschitte zu der Unternehmenswebsite, dem Pressebereich einer Website, zu Online-Texten generell, zur E-Mail-Kommunikation und dem Newsletter, zum Suchmaschinenmarketing und nicht zu vergessen zum Web 2.0: RSS-Feeds, Blogs, Podcasting und Video-Podcasting, Foren,  Webinare und Webkonferenzen werden kurz erklärt und angeschnitten. Wie man sieht: Ein ordentlicher Rundumschlag.

Dabei ist der Vorteil der Publikation auch ihr Nachteil: Schreibstil wie Aufbau des Buches ermöglichen es durchaus, das Buch an einem Tag zu lesen. Danach weiß man zwar mehr, aber nur Weniges genau. Eine Umsetzung dessen, was Bogula so anschaulich und gut erklärt darlegt, ist in vielen Fällen mit der Lektüre des Leitfadens allein nicht möglich. In dem Zusammenhang wären ein umfassenderes Literaturverzeichnis bzw. Lesetipps am Ende eines jeden Kapitels durchaus wünschenswert gewesen.

Mein vollkommen subjektives Fazit: Eingeschränkt empfehlenswert. Wer bisher nichts zu dem Thema weiß, wird auf 200 Seiten umfassend einführend informiert. Allen Anderen sei tiefergehende Lektüre empfohlen.

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