September 20, 2007

AK Blogger Relations

In den letzten Tagen und Wochen ist die Diskussion wieder entflammt: Wie gehen die PR mit Bloggern um? Wie sollten die PR mit den Bloggern umgehen? Das dieses Thema momentan heiß diskutiert wird, muss nicht verwundern: Standards im Umgang der PR mit Bloggern gibt es nicht (Kann es nicht geben?). Klar ist nur: Herkömmliche PR-Konzepte versagen.

Was also ist zu tun?

Zum Einen gilt es “den” Bloggern zuzuhören, zum Anderen sollten sich auch die PR aktiv mit den Grundlagen der “Blogger Relations” auseinandersetzen, bzw. diese ergründen. Möglich ist dies jetzt u. a. im zunächst einmal virtuellen AK Blogger Relations - gegründet von Flo und zu finden bei Facebook. Mitmachen kann jeder, der ein ernsthaftes Interesse daran hat, sich mit der Thematik intensiver auseinanderzusetzen. Notwendig ist allein ein kostenloser Facebook-Account.

Wer sich vorher ein wenig einlesen mag, findet (in willkürlicher Reihenfolge) Kommentare und Meinungen verschiedenster Qualität zu diesem Thema (sowie weiterführende links) u. a. hier:

Anmerkungen, Kommentare, Fragen etc. gerne hier und/oder beim AK Blogger Relations.

September 11, 2007

Jonet-Tag (Mediacamp) - Rückblick

Der Worte sind schon viel gewechselt - da ich aber aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage dazu war, meinen Rückblick und meine Meinung schon gestern (geschweige denn “live” vorgestern) abzugeben, werde ich dies halt jetzt tun.

Also: Wie war der Jonet-Tag. Oder genauer: Wie war der Jonet-Tag für mich? Es lässt sich zuerst einmal feststellen: Als angehender PR’ler gehörte ich dort zu einer klaren Minderheit. In privaten Gesprächen durchwegs freundlich und interessiert, wurde im öffentlichen Plenum schon mal gern auf die PR und den “PR’ler an sich” draufgehauen. Was solls - es hielt sich noch in Grenzen. Das die Unterstützung eines Kollegen von Jung von Matt an prominenter Stelle fehlte (er war zum Eröffnungsplenum geladen, fehlte aber eben dort “unentschuldigt” (??) ) sorgte auch für keinen besonders guten Eindruck.

Zum Organisatorischen: Die Räume der Handelskammer Hamburg sind wunderbar gelegen und waren zum größten Teil für eine Veranstaltung dieser Art gut geeignet. Weniger gut war allerdings, dass ab dem frühen Nachmittag eine Band für das im gleichen Haus am selben Abend stattfindende Porsche-Event probte - der ab diesem Zeitpunkt permanent hohe Geräuschpegel im Hintergrund war durchaus anstrengend.

Inhaltlich war das Niveau von Panel zu Panel - soweit ich diese gesehen habe - extrem unterschiedlich. Aus Oliver Gassners zweigeteiltem Panel (getting things done & “Mit Blogs Geld verdienen”) konnte ich viel mitnehmen - auch wenn sich seine Vorschläge zum profitbringenden Bloggen für allzu viele Leute leider nicht eignen.

Zum Corporate Publishing (Blogging) Panel - findet sich ein guter Beitrag im Upload-Magazin; das Panel von Falk Lüke, Alexander Svensson, und Igor Schwarzmann zu “Features von Zeitungswebsites” gab schließlich tiefe Einblicke in die Untiefen des deutschen “Onlinejournalismus”. Websites, die aussahen als wären sie vor 10 Jahren erstellt worden, waren ebenso wenig eine Seltenheit wie Multimedia-Ungetüme, die für Klicks alles - wirklich ALLES - tun würden. Journalismus: Reine Nebensache.

Mein Fazit zum Jonet-Tag: Gemischt. Was immer ich gesehen habe, kam eher wie eine ganz normale Konferenz daher - leider eine, auf die sich der ein oder andere Moderator nicht immer gut vorbereitet hatte. Mein Highlight waren dementsprechend auch nicht die Panels, sondern die Zeit davor, dazwischen und danach: Ich habe viele interessante Leute kennengelernt - mit Vielen konnte ich leider nur wenige Worte wechseln. Dies hoffe ich aber definitiv ändern zu können. Sehr geschätzt habe ich meine Zeit am jonet-Tag mit Falk Lüke, Anette Leßmöllmann, Timo Heuer, Lori Grosland und Oliver Berger. Einige Andere waren auch noch dabei - und wen immer ich jetzt vergessen habe: er/sie möge mir verzeihen.

Eins noch zum Schluss. Einige, angemeldete potenzielle Gesprächspartner waren leider doch nicht da, eine stattliche Anzahl an Namensschildern blieb ungenutzt. Schade!

September 8, 2007

Jonet-Tag Mediacamp - Auftakt im Nachtasyl

Bin heute abend um 19:30 direkt nach der Arbeit im Nachtasyl, der Theaterbar des Thalia-Theater, aufgeschlagen - wo der inoffizielle Auftakt des Jonet-Tages stattfand. Meiner Meinung nach die perfekte Location für ein erstes Kennenlernen, was dann auch dementsprechend schnell und unkompliziert geklappt hat. Hatte u. a. erste spannende und interessante Gespräche mit Falk Lüke. Außerdem habe ich zumindest ein süddeutsches Bier gefunden - was ebenfalls zum Genuß des Abends beigetragen hat. Was morgen kommt? Ich lasse mich überraschen und wünsche

eine Gute Nacht.  

September 5, 2007

Jonet-Tag Mediacamp

Am Samstag werde ich also auftauchen - auf meinem ersten Barcamp, dem Jonet-Tag Mediacamp in Hamburg. Der kleine Hinweis darauf steht ja schon seit 2 Wochen in meiner Sidebar. Ich bin verdammt gespannt - auf die angesagten Themen und Workshops ebenso wie auf die angemeldeten Teilnehmer. Das der PR-Blogger  aus privaten Gründen seine Teilnahme wieder absagen musste finde ich bedauerlich, die Liste der weiteren Teilnehmer liest sich jedoch nicht weniger interessant.

Der Plan war, selbst noch einen weiteren Workshop zum Thema Gatekeeper ade? Öffentliche Meinungsbildung im Web 2.0  zu organisieren - leider kam meine Anmeldung so spät, dass die Organisation des Workshops bisher nicht von allzuviel Erfolg gekrönt war: Referenten sind auf die Schnelle halt nur schwer zu finden. Wer trotzdem noch eine Idee oder Interesse an der Teilnahme hat, kann sich einfach bei mir melden oder auch persönlich das jonet-wiki editieren - natürlich nur nach Anmeldung.

So oder so - ich freue mich auf die Teilnahme. Man sieht sich Samstag!

August 31, 2007

Blogroll - Rein und Raus

Ich pflege meine Blogroll. Da ich dort nur das aufnehme, was ich regelmäßig lese, fällt mir auch schnell auf, wenn auf dem ein oder anderen Blog mal nichts passiert. Bis zu einem gewissen Grad ist das normal - und in der Freizeit geführte Blogs unterliegen meiner Erfahrung nach eh gewissen Schwankungen. Man hat ja (hoffentlich) auch noch andere Hobbies. Wenn aber auf dem professionell angedachten Blog der ein oder anderen Agentur mittlerweile seit Wochen “tote Hose” ist, dann finde ich das unprofessionell und ärgerlich. Man ist dabei das Blog umzustrukturieren? Schön: Dann kommuniziert das doch einfach. Man hat keine Zeit mehr für das Blog? Keine Lust mehr? Keine Themen?

Das ist dann ungefähr so eindrucksvoll wie eine virtuelle Präsenz auf Second Life, in der schon seit Wochen kein Ansprechspartner mehr zu finden ist. In dem Fall gibt es nur 2 Möglichkeiten:

1) Schließen.

2) Sich wieder drum kümmern.

Ich bin selbst niemand (bisher) der täglich schreibt. Ich schreibe hier allerdings auch alleine und in meiner Freizeit. Die Agentur die offiziell bloggt und das Blog dann verwaisen lässt, sollte sich vielleicht noch mal überlegen, ob für sie das Bloggen wirklich das Richtige ist. 1 x pro Monat reicht eben nicht aus.

Konsequenz: Am Wochenende werde ich meine Blogroll aufräumen. Und jetzt bin ich erstmal weg. Ü-Tag: Neudeutsch für Betriebsausflug.

August 26, 2007

The Global Blogosphere revisited

Yesterday I stumbled across Edelmans’ January 2007 “Corporate Guide to the Global Blogosphere“. Now I don’t know how many of you out there already know this report - but for me the stated facts were more than just interesting, sometimes even stunning.  Edelman partners with technorati and presents on 36 pages a short overview about the current status of the global blogosphere. The report provides the reader with some interesting insight into dates and facts about blogs in Asia, Europe and the United States, answering (amongst others) the following questions:

  • How often do people read blogs?
  • Are blog readers “influencers”?
  • Who are the most influential bloggers?
  • To which extent are blogs mentioned in articles by top-tier mainstream media?

First of all, there are some congruent facts. In all markets worldwide

  •  blog readers tend to be younger, male, action oriented and willing to spread the word, good and bad
  • readership is significantly higher among so called “influencers”; in Germany 15% of all people read blogs, while 27% of the german influencers read blogs
  • on average, two in ten blog readers have taken some sort of action, as a result of reading a blog (for example calling a politician, attending a meeting on a local issue). This is especially true for Germany (???) and Italy - in Germany 78% of the people who read blogs have attended a public meeting about a local issue (just 16% of the people who do not read blogs have done the same) *
  • Technology blogs are often the largest or second largest niche among those blogs with the most trafficked blogs - followed in Germany by politics or personal journals

39% of the blogosphere are English-speaking, 33% are Japanese-speaking - just 1% of total posts are written in German. Since blog readership is the highest in Japan and South-Korea - which are also the countries with the highest broadband penetration worldwide - Edelman follows that

“the blogosphere readership and influence will continue to expand as broadband becomes more ubiquitous”

I am not too sure about that. Although I do not have any statistics, my feelings are that most of the german blogs do not require a broadband internet connection. Usually a blog in germany still consists of mostly written text. Even though it might enhance the attractiveness of a blog to present multimedia content - my believe is that the usage or non-usage of blogs is also based upon cultural differences. Just a higher broadband penetration would therefore not guarantee a higher blog readership and influence.

Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, the Director of Online Conversations in Edelman’s Hamburg Office, draws the following conclusions for the current status of the blogosphere in Germany:

  •  Compared to several of its counterparts, the german blogosphere is still in its infancy (85% of the Germans never read blogs)
  • Unlike France and the United States, few of the blog conversations that originate in the german blogosphere seem to find their way into offline conversations or mainstream media coverage
  • Most of the german bloggers do not seem to pay much attention to companies
  • The A-list blogs in Germany focus on technology, personal diaries, media, popular culture or  politics
  • In Germany it is bloggers who comment on blogs

And finally, according to Edelman (partnering with technorati), the most influential german blogs are:

BILDblog, Spreeblick, Basic Thinking Blog, Ehrensenf Internet TV, Lawblog, shopblogger, Dr. Web Magazin, wirres.net, netzpolitik.org und das Werbeblogger Weblog.

Conclusion: A report, everyone who is interested in the blogosphere, should definitely read.  

* Unfortunately the report contradicts itself in this important fact: While on page 6 the above mentioned percentage (78%) is stated, on page 22 Lünenbürger-Reidenbach states the opposite: “Just 15% of German blog readers claim to have been spurred to action by a blog.” - Do I understand something wrong here or did they mix the figures up?

August 22, 2007

Bilingual Blogging…

For just about any blog there are good reasons to publish in English. Obviously, publishing in English boosts the number of possible readers. Especially a blog focusing on Public Relations though, should in my opinion not be constrained to the german language. As I enjoy reading some english-written PR blogs on a regular basis (see my blogroll), commenting whenever I can contribute something of importance, I feel like the authors of these blogs should also be able to read and comment on mine - at least in parts. Therefore, from now on, I will publish in German as well as in English - deciding each time, which language will fit better. English readers - if their will be any - feel at home!

   

August 21, 2007

Sag zum Abschied “Lousy Service” II

Inspiriert von einem Artikel in der aktuellen brandeins nutze ich die Chance um meinen Frust über den Service zweier bekannter Unternehmen niederzuschreiben. Fangen wir an mit O2 - dem Telekommunikationsanbieter.

Mein vor kurzem erfolgter, temporärer Umzug nach Hamburg führte dazu, dass ich momentan keinen Festnetzanschluss habe. Den wollte ich mir für knapp 6 Monate Aufenthalt in Hamburg auch nicht einrichten. Entschluss gefasst: UMTS-Internet sollte es sein. Das Angebot von 5 GB Traffic pro Monat bei meinem Anbieter O2 für 25 Euro/Monat fand ich akzeptabel - und buchte das dementsprechende Internet-Pack. Nach 3 Tagen (in denen ich seeeehr langsam unterwegs war und mich ebenso langsam fragte ob das tatsächlich UMTS Geschwindigkeit ist) bekomme ich eine SMS des “credit service”: Ich möge mich doch einmal unter der angegebenen Telefonnummer melden. Ab da keine Einwahl ins Internet mehr möglich.  Am nächsten Morgen nutze ich die Chance und rufe beim “credit service” an. Die nette Dame am Telefon teilt mir mit, dass ich in 3 Tagen 650 Euro an Datentransfer-Gebühren verursacht hätte. Mein Hinweis auf das gebuchte Internet-Pack wird verstanden sowie verarbeitet und mir wird versichert, dass die Rechnung wieder berichtigt wird. Aus was für einem Grunde auch immer war das Paket nicht aktiviert worden - und ich deswegen auch so verdammt langsam im Netz unterwegs. Gut - der Fehler wurde sofort berichtigt und ich war glücklich… bis die Rechnung kam.

Auf der fanden sich dann, zusätzlich zu den Grundkosten für das Internet-Pack, immer noch Kosten, die eigentlich durch Selbiges abgedeckt sein sollten. Außerdem hatte man mir den langatmigen Anruf bei der Credit-Service Hotline voll berechnet und meine 200 Euro Gutschrift (für ein nicht genommenes neues Handy bei Vertragsverlängerung Anfang dieses Jahres) wurde nicht nachvollziehbarerweise erheblich kleiner. Neuer Anruf bei der Hotline. Böse Überraschung: Als Internet-Kunde hat man nicht nur Vorteile, sondern kommt auch in den Genuß einer teuer zu bezahlenden Sonder-Hotline (und bekommt im Laden keinen Service). DAS hatte man mir bei der Vertragsverlängerung dann leider verschwiegen. Vorläufiges Ende vom Lied: Die Gebühr für den Anruf bei der Credit-Service-Hotline wurde zurückgebucht. Die ungerechtfertigten Gebühren für den Datentransfer ebenfalls. Auf einen Rückruf bez. meiner 200 Euro Gutschrift warte ich schon seit Wochen… und auf der nächsten Rechnung werde ich die Kosten für den Anruf bei der Hotline für Internet-Kunden finden. Wetten dass…???

August 21, 2007

Blogger und die PR

Nicht das ich es jetzt zur Gewohnheit machen will. Aber da Robert in seinen Rules of Contact u. a. direkt die PR’ler anspricht und ich außerdem ein Fan von konkreten Ansagen bin - bleibt mir praktisch gar nichts anderes übrig als mal kurz meinen Senf zu seinen Regeln abzugeben. Vorab: Dankeschön. Als Anfänger im Bloggen kann ich seine Meinung vollkommen nachvollziehen. Die Betrachtung von Seiten der PR fällt auch nicht negativ, aber ein bisschen differenzierter aus.

Auf Seiten der PR blieben und bleiben meiner kurzen Erfahrung nach viele Fragen im Umgang mit Bloggern offen. Wie nehme ich Kontakt auf? Was machen die da überhaupt? Was interessiert die? Schicke ich denen meine Pressemitteilung nun zu oder nicht? Robert hat in seinem manchmal harsch formulierten Text die Karten offen gelegt womit nun klar ist, was geht und was nicht. Zumindest bei ihm. Denn: Auch die Blogger sind bei weitem keine homogene Masse. Noch nicht mal die A-Blogger. Was bleibt? Mit klarem Menschenverstand Kontakt miteinander aufnehmen. Robert redet mich bei unserem ersten Telefonat mit “Du” an? Angenehm - die Fronten sind “geklärt”. Wie es beim nächsten Kontakt mit einem anderen Blogger ist, wird sich dann zu gegebenem Zeitpunkt entscheiden.

Zur Verdeutlichung sei noch gesagt, dass ich nicht den Eindruck hatte, dass Robert hier generelle Regeln zum Umgang mit Bloggern aufstellen wollte. Die gibt es nicht. Gottseidank. Dann wäre die ganze Bloggerei und die “Arbeit” mit den Bloggern nämlich schnell zur Langeweile verurteilt. Und wer will sich schon langweilen?

August 20, 2007

Netzwerke und ihre Effekte…

Robert Basic hat darauf hingewiesen: Andreas Göldi hat sich in einem längeren Beitrag auf medienkonvergenz.com mit den vor allem im Umkreis der Web 2.0 Startups immer wieder beschworenen Netzwerkeffekten auseinandergesetzt. Ich bin auf Roberts Einwände gespannt, für mich als relativer Neuling in der theoretischen Auseinandersetzung mit social networks/social software war Andreas’ Beitrag mehr als interessant. Ich empfehle jedem die Lektüre und ziehe für meinen Teil u. a. folgenden Schluss aus seinem Beitrag:

Andreas hat sich in seinem Beitrag insbesondere mit dem realen, ökonomischen Wert beschäftigt, welcher sich aus den Netzwerkeffekten (angeblich) ziehen lässt. Zwischen den Zeilen klingt es aber an: Der reale soziale Wert steigt insbesondere bei den sozialen Netzwerken des Web 2.0 für jeden Einzelnen, auch bei starkem Wachstum des Netzwerkes insgesamt, ebenso nicht exponentiell an. Ich möchte behaupten: MySpace, Facebook und Co. erleichtern dem Durchschnittsnutzer im Regelfall die Pflege real bereits bestehender Beziehungen - um jedoch die Freunde der Freunde kennenzulernen (womit ja u. a. die Lokalisten so gerne werben) erfordert es nicht weniger soziale Arbeit als im realen Leben.

Da dieses jetzt meine Aufmerksamkeit erfordert, später mehr. Kommentare erwünscht!